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Ortsverbände des Kinderschutzbundes Sachsen-Anhalt
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        Dr. Kurt-Schumacher-Str. 6

        39576 Stendal

        Tel.: 03931-317000

        Fax: 03931-317000

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Artikel 7, 8, 23-29

Artikel 7

Jedes Kind hat das Recht auf einen eigenen Namen. Der Name muss gleich nach der Geburt aufgeschrieben werden, damit das Kind einen Ausweis bekommen kann. Nur so kann es nicht verwechselt werden. In dem Ausweis steht auch, zu welcher Familie und zu welchem Land das Kind gehört.

Artikel 8

Jedes Kind soll wissen, wer seine Eltern sind und wo es hingehört. Wenn ein Kind aber wegen Krieg oder Elend aus seinem Land fliehen muss, sind die anderen Staaten verpflichtet, dem Kind zu helfen.

Artikel 23

Es gibt Kinder, die nicht sehen, nicht hören, nicht gehen oder nicht sprechen können. Das sind körperbehinderte Kinder.

Es gibt aber auch Kinder, die nur sehr langsam lernen können oder manches überhaupt nicht lernen. Das sind geistig behinderte Kinder.

Auf der Erde gibt es etwa 120 Millionen Kinder, die behindert sind.

Behinderte Kinder sind auf Hilfe angewiesen. Sie brauchen besondere Pflege und Zuwendung. Alle behinderten Kinder haben die gleichen Rechte wie nicht behinderte Kinder. Sie sollen sich nicht als Außenseiter fühlen.

Die Staaten sind verpflichtet, den behinderten Kindern zu helfen. Wenn möglich, sollen sie als Erwachsene später selbstständig leben und einen Beruf ausüben können.


Artikel 24

Jedes Kind soll gesund sein und gesund bleiben. Wenn ein Kind aber krank oder verletzt ist, hat es ein Recht darauf, von einem Arzt behandelt zu werden.

Kinder sollen erst gar nicht krank werden. Darum haben sie das Recht, regelmäßig von Ärzten untersucht zu werden. Der Staat soll helfen, Krankheiten zu vermeiden und hat dafür zu sorgen, dass Kinder sauberes Wasser zum Trinken und saubere Luft zum Atmen haben. Denn Kinder haben das Recht in einer gesunden Umwelt aufzuwachsen.

Viele Kinder werden krank, weil ihre Eltern nicht wissen, welche Ernährung gut und gesund für sie ist. Es gibt viele Kinder, die zu dick sind, weil sie Falsches oder zu viel essen. Die Staaten sind verpflichtet, Eltern darüber aufzuklären.


Artikel 25

Manche Kinder müssen längere Zeit in einem Heim oder in einem Krankenhaus leben. Jeder Staat muss regelmäßig seine Kinderheime und Krankenhäuser kontrollieren, ob die Kinder dort auch gut behandelt werden.


Artikel 26

Alle Kinder haben das Recht, gegen Krankheit und Unfall versichert zu sein. Denn Untersuchungen beim Arzt oder im Krankenhaus kosten oft viel Geld. Darum sollen die Eltern in einer Krankenkasse versichert sein, die die Kosten übernimmt.


Artikel 27

Alle Kinder haben das Recht ohne Not heranzuwachsen!

Jedes Kind hat ein Recht auf Essen, Trinken, Kleider und Wohnung.

Kinder brauchen viel Liebe und Zuneigung, damit sie sich gut entwickeln. Kinder kosten aber auch Geld. Manche Eltern verdienen zu wenig, um für ihre Kinder sorgen zu können. Solchen Eltern sollen vom Staat Hilfe bekommen.

Jedes Kind hat ein Recht darauf, gut versorgt zu werden. Väter oder Mütter, die nicht mit ihren Kindern zusammenleben, müssen sich an den Kosten für das Kind beteiligen. Wenn sich ein Vater oder eine Mutter weigert, für das Kind zu sorgen, kann der Staat sie dazu zwingen.

Artikel 28

Alle Kinder haben das Recht, das zu lernen, was sie lernen möchten, und was sie lernen können. Alle Kinder sind verpflichtet, die Schule regelmäßig zu besuchen. Der Schulunterricht darf in den ersten Schuljahren nichts kosten, damit die Kinder von armen Eltern auch etwas lernen können.

120 Millionen Kinder zwischen sechs und 12 Jahren gehen nicht zur Schule. Es gibt über 900 Millionen Kinder, die nicht lesen und schreiben können.

Kinder sollen gerne zur Schule gehen können. Der Unterricht soll also lehrreich sein und Spaß machen. Kinder sollen keine Angst vor der Schule haben, und die Lehrer dürfen die Kinder nicht schlagen.


Artikel 29

Alle Kinder sollen in der Schule nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Genauso wichtig ist es, dass die Kinder zuhören lernen, wenn Andere etwas zu sagen haben. Jeder soll seine Meinung ungehindert vertreten dürfen. Und jedes Kind soll erkennen, dass friedliche Lösungen besser sind als Gewalt und Krieg.


 
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